Mentaler Schutz mit The Work

Das Corona-Virus löste Fassungslosigkeit, Unsicherheit und Angst in uns aus und wir standen (teilweise immer noch) ihm machtlos gegenüber.

Unsere Gedanken überschlugen sich, manche Menschen standen kurz vor einer Panik - angefeuert durch permanente Berichte (gespickt mit Horrormeldungen und Fake News) in den Medien.

Dabei vergaßen wir völlig, dass wir jederzeit die Wahl haben, was wir denken wollen. Die Gedanken sind frei…nein, das waren sie irgendwie nicht mehr. Das Virus hat sich auch in unserem Gehirn eingenistet, es fiel uns schwer, ihn auch nur für kurze Zeit auszublenden. Unablässig rumorten die besorgten Gedanken im Untergrund, wie zum Beispiel:

 

„Ich habe Angst vor dem Virus“

„Wie kann ich mich und meine Familie schützen?“

„Ich möchte mein früheres Leben zurück“

„Die Regierung sollte anders reagieren“

„Hilfe, die ganze Wirtschaft geht kaputt!“

„In den Lebensmittelläden sollten die Menschen rücksichtsvoller sein“

 

Manche von uns konnten nachts nicht mehr schlafen, weil solche und ähnliche Gedanken unablässig ihre Kreise drehten.

The Work von Byron Katie ist eine geniale Methode, um aus diesem Gedankenkarussell auszusteigen.

Nehmen wir das Beispiel „Hilfe, die ganze Wirtschaft geht kaputt“:

 

Die erste Frage, die wir uns nun dazu stellen, lautet: „Ist das wahr?"

Antworten wir nun mit „Nein“, gehen wir gleich weiter zur dritten Frage, antworten wir mit „Ja“, dringen wir tiefer: „Kannst du mit absoluter Sicherheit sagen, dass das wahr ist?“

Hier ist es nicht wirklich wichtig, ob die Antwort „ja“ oder „nein“ ist, es geht vor allem darum, überhaupt ein „Nein“ in Erwägung zu ziehen.

Als drittes fragen wir uns „wie reagierst du, wenn du diesem Gedanken glaubst?“

Nun nehmen wir wahr, was mit uns geschieht, wir horchen in uns hinein und gehen in die Beobachterposition, was uns eine gewisse Distanz zu diesem Gedanken bringt. Dann sagen wir vielleicht „besorgt, verängstigt, mein Körper verspannt sich, meine Atmung wird flach und stockend“.

Das lassen wir erst mal so stehen und gehen weiter zu Frage 4. Die heißt „wer wärst du ohne den Gedanken?“ und zielt darauf ab, uns vorzustellen, wie wir drauf wären, wenn wir zum Beispiel nicht fähig wären zu denken oder wenn uns dieser Gedanke noch gar nicht in den Sinn gekommen wäre. „Ich wäre froh, glücklich, ich fühle mich leicht, unbeschwert, das wäre schön.“ Hier verweilen wir nun ein wenig in den dazugehörigen positiven Gefühlen und entspannen uns ein bisschen, bevor wir uns der Umkehrungen zuwenden:

 

Erste Umkehrung lautet: „Hilfe, ich geh kaputt!“ Und dazu finden wir Beispiele wie:

-Wenn ich so weitermache, mache ich mich  mit dem vielen negativen Denken kaputt.

Lösung: ich beschäftige mich mit etwas Positivem.

 -Wenn ich mich nur noch mit Corona beschäftige, vernachlässige ich mich und meine Bedürfnisse und ich gehe kaputt.  Lösung: welche Bedürfnisse habe ich jetzt und wie lassen sie sich umsetzen?

-Wenn ich nur noch auf dem Sofa sitze, um mir die Schreckensneuigkeiten in den Medien anzuhören, mache ich (meinen Körper) kaputt. Lösung: wie kann ich unter den eingeschränkten Möglichkeiten meinen Körper bewegen, meinem Körper etwas Gutes tun?

 -usw.

 

Die zweite Umkehrung lautet „Ich (wir Menschen) mache(n) die Wirtschaft kaputt“.

Hier ist es wichtig, nicht in etwaigen Schuldgefühlen stecken zu bleiben, sondern kreativ Lösungen zu finden:

-Wenn ich ständig online einkaufe, mache ich die (regionale)Wirtschaft kaputt = deshalb werde ich künftig…...

-Wenn ich Billigprodukte aus China, usw kaufe, mache ich die (deutsche) Wirtschaft kaputt, deshalb werde ich künftig…

-Wenn wir Menschen mit unserem Konsumverhalten so weitermachen, geht die Wirtschaft (unserer Erde, unserer Natur) kaputt, deshalb werde ich künftig…..

 

Nun noch die dritte und letzte Umkehrung: „Die Wirtschaft geht nicht kaputt“ und hier mögliche Beispiele dazu:

-ich kann jetzt den regionalen Handel meiner Stadt unterstützen. Anregungen dazu finde ich in der Zeitung oder auf der Website des Ladens.

-wie kann ich mithelfen, wo kann ich mich einbringen?

-ich bleibe zuversichtlich und vertraue darauf, dass alles gut wird!

-usw.

 

Hat man das Thema ernsthaft und intensiv durchgearbeitet, stellt sich ein erleichterndes  Gefühl ein, etwa so als ob sich im Kopf "Türen" geöffnet hätten und das Denken ganz weit werden würde. Deshalb wird The Work auch „schriftliche Meditation“ genannt.

Probieren Sie es aus und spüren auch Sie die Weite und Erleichterung!

 

The Work können Sie auf jedes beliebige Thema / Problem anwenden.

Dabei unterstütze ich Sie gerne.  zurück