spirituelle Texte und Meditationen

Die 2 Seinszustände

Es gibt den unbewussten (=“normalen“) und den bewussten (=“erwachten“) Seinzustand.

 

Die meisten Menschen leben in einem unbewussten Zustand. Sie empfinden sich als Opfer der Umstände und Ereignisse und fühlen sich dem „Schicksal“ und „den anderen“ ausgeliefert.

Der bewusste Zustand heißt deshalb „erwacht“, weil hinterfragt, erkannt und durchschaut wird, was bisher als normal galt.

Für den bewussten und erwachten Menschen hat sein Seeelenheil oberste Priorität und die Teilnahme an der „Erlebniswelt“ verändert sich:

Stress, Zeitnot, Getriebenheit, hektische Aktivitäten und die Jagd nach kurzen Glücksgefühlen durch Konsumgüter werden immer mehr ersetzt durch innere Einkehr, bewusster Verbindung mit der großen Liebe und Entsorgung des Gedankenmülls.

 

Für die Mehrheit der Menschen ist dieser Zustand erstmal nicht erstrebenswert, zu tief sitzt unser materialistisches Denken.

Drohen jedoch Herzinfarkt, Burnout oder ähnliche Erkrankungen ist das Aussteigen aus dem Hamsterrad die einzige Alternative.

Dann wird man quasi zur Besinnung gezwungen und Bewusstheit, Achtsamkeit und innerer Frieden werden als die eigentlichen, die wahren Werte erkannt.

 

Verbundenheit mit der großen liebe

Im unbewussten Zustand empfinden wir unterschwellig einen ständigen Schmerz, der Schmerz der Getrenntheit von Gott.

 

Doch zuerst möchte ich erklären, was ich unter „Gott“ verstehe: mein jetziges Gottesbild hat nichts mehr mit dem alten Mann mit weißem Bart zu tun, der entweder milde lächelt oder mit strafendem Zorn von seiner Wolke aus all meine Aktivitäten verfolgt und be- oder verurteilt.

 

Gott ist nicht getrennt von uns. Er war es nie, doch wir selbst haben uns von ihm abgewandt.

Im Alter von 4-6 Jahren verlieren wir unsere natürliche Verbundenheit mit Gott,                dann nämlich wenn unser Ego die Kontrolle über unser Leben übernimmt.

 

Gott ist für mich die allumfassende Macht, das was uns lenkt, und ich nenne ihn „große Liebe“,  im Sinne von objektloser Liebe.

 Ich nenne Gott auch deshalb „große Liebe“, damit ich mir kein Bild von einem   menschenähnlichen Gott mache.

 

Alles, jeder Mensch, jedes andere Lebewesen, die Natur, jeder Gegenstand, einfach alles wurde von der großen Liebe erschaffen und alles ist vom Göttlichen durchdrungen und Teil der großen Liebe. Die große Liebe ist immer da und überall, und sie wartet auf uns!

 

Ohne Verbindung spüren wir den Schmerz der Getrenntheit. Und genau diesen Schmerz versuchen wir zu vermeiden. Dafür erfinden wir immer mehr Ablenkungen und Vergnügungen, Extremsport und virtuelle Welten. Wir streben immer hektischer nach Erfolg, Besitz, Geld   und machen uns abhängig von den verschiedensten Süchten.

 

Wir können die Verbindung jedoch wieder ganz bewusst zulassen, z.B. durch unseren Atem. Siehe auch unter „Meditationen“.